Wildschweine, Sturm, Orkan?

Nein!

Hier waren Waldarbeiter im Auftrag von HessenForst an der Arbeit!

Wer hat die Strecke der Verwüstung entlang der Eschollbrückerstraße zwischen Autobahnbrücke über die A5 und dem Eberstädter Weg noch nicht gesehen?

Anfang des Jahres 2022 erschreckten viele von uns die Verwüstungen die durch Forstarbeiter im Auftrag von HessenForst in einem Waldstreifen entlang der Eschollbrückerstraße verursacht wurden.

Wie in unserem Beitrag:

"Aktuelle Bilder aus unserem Darmstädter Westwald ... Klima-, Natur- und Umweltschutz? Fremdwörter für HessenForst, Grüne Stadt- und Landesregierung!" beschrieben,

rechtfertig HessenForst diese Rodungsarbeiten mit dem Zustand der dort vorhandenen Kiefern und zum Teil auch Buchen. Die Westwaldallianz sieht darin ein rein wirtschaftliches Interesse des Waldeigentümers.

 

Am vergangenen Sonntag waren Mitstreiter der Westwaldallianz an und in diesem Waldabschnitt unterwegs um Eichenbäume zu kartieren, die möglicherweise von dem "Großer Eichenbock" besiedelt sind.

Während dieser Exkursion haben wir zum größten Teil die "Rückegassen" benutzt, die die Forstarbeiter zum Jahresanfang 2022 angelegt und in dem dokumentierten Zustand hinterlassen haben.

Es ist eine Katastrophe und einfach nur zum Schreien!

Gut, die Forstarbeiter haben die durch HessenForst gekennzeichneten Rückegassen genutzt!

Aber, wie die Bilder zu erkennen geben, wurden zahllose junge, nachwachsende Bäume einfach entwurzelt um mit ihnen die Rückegassen überhaupt für ihre schweren Forstmaschinen "befahrbar" zu machen.

 

Die jungen Bäume wurden mit den Forstmaschinen entwurzelt und einfach über die Rückegasse gezogen, und anschließend als Untergrund genutzt, damit die Forstarbeiter ihre Erntemaschinen gewinnbringend einsetzten konnten. Unzählige junge Bäume (ca. 20-30Jahre alt), wurden so einfach vernichtet!

Da wächst so schnell nichts mehr nach!

Sieht so der Naturschutz aus, wie er von unserer hessischen Landesregierung und den kommunalen Verantwortlichen in Darmstadt praktiziert wird?

Hat sich irgendein Kommunal- oder Landespolitiker einmal die Mühe gemacht abseits der publikumswirksamen Pfade wie z.B. dem Waldkunstpfad die Situationen Vor Ort anzusehen?

Schwer vorstellbar!

 

Damit aber nicht genug!

 

Die Zornesröte angesichts solcher Zerstörungswut, wird durch folgender Bilder noch gesteigert.

Bäume, die nicht durch die Maschinen entwurzelt werden konnten, wurden einfach abgesägt!

Die hinterbliebenen Stümpfe der " geschädigten oder abgestorbenen" Kiefern(?) versuchen jetzt tatsächlich, den nicht mehr vorhandenen Stämmen das zum Leben und Wachstum notwendige Wasser zu fördern! Die Schnittflächen sind tatsächlich von Wasser benetzt!

Ich habe so etwas noch nicht gesehen, und es treibt mir

die Tränen in die Augen!

Wie soll es mit dem Klimaschutz funktionieren, wenn nicht auf den unteren Ebenen Umweltschutz endlich ernst genommen wird? Was nutzt es dem Klima, wenn sich Organisationen auf Themen konzentrieren die sie nicht direkt beeinflussen können?

 

 

Fangt endlich an vor der eigenen Haustür zu kehren!

Das Problem liegt direkt vor der Haustür!



Westwaldallianz Darmstadt beantragt den nördlichen Westwald als Naturschutzgebiet auszuweisen

 

Mit Schreiben vom 08.10.2021 und Erinnerungsschreiben vom 23.02.2022 hat die Westwaldallianz sowohl die obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidiums Darmstadt als auch die untere Naturschutzbehörde bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Umweltamt über den gesicherten Nachweis des sehr seltenen Insektes "Großer Eichenbock" (Cerambyx cerdo) an der Eschollbrücker Straße in Darmstadt informiert und um die Einleitung von geeigneten Schutzmaßnahmen gebeten.

Nach §44 Abs. 1 Ziffer 1. bis 3. Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, potentielle Fortpflanzungs- oder Ruhestätten des gemäß FFH-Richtlinie streng geschützten „Großer Eichenbock“ zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. Der "Große Eichenbock" wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als "vom Aussterben bedroht" geführt. Durch das Bundesnatur-schutzgesetz ist er "streng und besonders geschützt" und wird in der FFH-Richtlinie in den Anhängen II und IV aufgeführt. Der Darmstädter Westwald ist eines der letzten Gebiete in Deutschland, in denen er überhaupt noch vorkommt. D.h. die Eichenbäume im Westwald sichern das Überleben dieser vom Aussterben bedrohten Insektenart.

Trotz dieses Sachverhaltes wurden auch in jüngerer Vergangenheit wiederholt Eichenbäume im nördlichen Westwald gefällt, die dem „Großer Eichenbock“ nachweislich bereits als Brutbäume dienten. Da die gesetzlichen Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetz im nördlichen Westwald nicht eingehalten werden und die zuständigen Behörden ihrer Sorgfaltspflicht nicht ausreichend nachkommen, hat die Westwaldallianz Darmstadt beim zuständigen RP DA einen Antrag auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes „Nördlicher Westwald“ gestellt.

Details dazu entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Pressemitteilung 06/2022 der Westwaldallianz Darmstadt und dem offiziellen Antrag der Westwaldallianz an das RP DA zur Ausweisung des Naturschutzgebietes "Nördlicher Westwald" nebst den genannten Anlagen.

 

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Pressemitteilung WWA 06/2022 Ausweisung Naturschutzgebiet "Nördlicher Westwald"
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Antrag RP Darmstadt zur Ausweisung Naturschutzgebiet "Nördlicher Westwald"
000_Antrag_RP_DA_Ausweisung_Naturschutzg
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Anlage 1 Gebietsabgrenzung Naturschutzgebiet "Nördlicher Westwald"
Anlage_1_Gebietsabgrenzung_Naturschutzge
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Heldbock auf Bahntrasse an Eschollbrücker Straße

Die Darmstädter Westwaldallianz ist ein Zusammenschluss von Umweltverbänden, Vereinen, Bürgerinitiativen und engagierten Bürgerinnen und Bürger, die sich gemeinsam für die Rettung und den Schutz der Darmstädter Wälder stark machen. Der besondere Fokus liegt dabei auf dem Westwald.

So sind Aktivisten der Westwaldallianz fast täglich im Darmstädter Westwald unterwegs um die Flora und Fauna zu beobachten und aktuelle Veränderungen zu dokumentieren. So auch am 19. Juli 2021. An diesem Tag wurde von zwei aktiven Mitgliedern der Westwaldallianz, auf Höhe des Baseballplatzes „Memory Field“ der Nachweis erbracht, dass es nicht nur an den Stieleichen am Mozartturm einen Besatz mit dem Insekt Heldbock bzw. Großer Eichenbock (Cerambyx cerdo) gibt, sondern auch in einer Stieleiche am „Memory Field“ direkt an der Eschollbrückerstraße. Der Große Eichenbock hat den Schutzstatus „Vom Aussterben bedroht – RL1 / Streng geschützt nach BnatSchG/BartSchV und FFH-Richtlinie (Anhang II und IV)“. An der „Heldbock-Eiche“ an der Eschollbrücker Straße konnten nicht nur die Bohrlöcher und das Bohrmehl der Heldbocklarven nachgewiesen werden, es wurden auch Käferteile und Ende Juli 2021 sogar ein im Sterben befindlicher, aber noch lebendiger Heldbock dokumentiert. Damit wurde der Nachweis eines Besatzes der dokumentierten Eichenbäume mit einer streng geschützten und sehr seltenen Käferart, die als Larve im Altholz von lebenden Bäumen lebt, erbracht.

Die vollständige Pressemitteilung der Westwaldallianz finden Sie nachfolgend.

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PM WWA 05/2022 Heldbock auf ICE-Trasse an Eschollbrücker Straße
Pressemitteilung_WWA_05_2022_Heldbock_au
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Aktuelle Bilder aus unserem Darmstädter Westwald ...

Klima-, Natur- und Umweltschutz? Fremdwörter für HessenForst, Grüne Stadt- und Landesregierung!

Die Rodung unseres Westwaldes hat begonnen!


Aktuell sind massive Eingriffe im bereits sehr stark von Klimawandel und Grundwasserabsenkung geschädigten nördlichen Westwald zu beobachten. HessenForst lässt im nördlichen Westwald alle noch verwertbaren und nicht zu stark geschädigten Bäume (Kiefern und Buchen) fällen um dieser der kommerziellen Verwertung zuzuführen. Entlang der Schirmschneise, ab Eschollbrücker Straße in nördlicher Richtung, sind mittlerweile zig mehrere Meter hohe Stapel mit gefällten Bäumen zum Abtransport zu sehen. Am Waldkunstpfad wurden 42 Buchen gefällt, ein vielfaches davon wird gerade im Westwald gerodet. Man kann den Eindruck gewinnen, dass nur die bereits stark geschädigten oder bereits abgestorbenen Bäume "stehen bleiben".

Parallel zur Eschollbrücker Straße, direkt nach der Autobahnbrücke über die BAB5, ist ein Rodungsstreifen zu sehen, den man als vorbereitende Arbeiten für den Bau der geplanten Bahntrasse entlang der Eschollbrücker Straße bezeichnen kann. Man versucht bereits heute den vorhandenen Baumbestand soweit zu dezimieren, dass nur noch Kleingehölz und Gestrüpp übrig bleibt. Damit erhofft man sich wohl, dass den Klimaschützern und Waldaktivisten die Protestargumente genommen werden, wenn es dann mit dem Bau der Bahntrasse losgehen soll. Aber da hat man sich bei der DB Netz Ag und der Grünen Stadtregierung sehr tief in den Finger geschnitten.

Gehen Sie in den Westwald und tun Sie Ihren Protest kund gegen diesen Raubbau an Natur und Umwelt. Klima-, Natur- und Umweltschutz sind für HessenForst, die Darmstädter Stadtregierung und die hessische Landesregierung Fremdwörter die zwar in deren Wortschatz vorkommen, aber den wirklichen Sinn hat keiner der Verantwortlichen je begriffen.

 


Unser Wald ist ein komplexes Ökosystem

 

Durch die weiter zunehmende Versiegelung und Zerschneidung der Waldflächen in Darmstadt, wird das komplexe Ökosystem Wald nachhaltig geschädigt zum Teil sogar unwiederbringlich zerstört.

Im Darmstädter Westwald soll eine Bahntrasse und südlich der Lincolnsiedlung eine neue Straße "Planstraße" gebaut werden, obwohl es auch hier Umwelt und Natur schonendere Alternativen gibt. Im Bürgerpark ist ein Luxus-Wohngebiet mit ausreichend Parkplätzen für Besserverdienende geplant. Zwischen Arheilgen und Wixhausen sollen wertvolle Ackerflächen und Waldgebiete einem neuen HEAG-Depot und Gewerbegebiet zu Gunsten von Wachstum und damit höherer Steuereinnahmen geopfert werden. So könnten noch beliebig viele „Maßnahmen aus dem Masterplan 2030+“ aufgezählt werden, die alle eins gemeinsam haben – die Zerstörung und Versiegelung von Wald- und Grünflächen zu Lasten der Menschen die in dieser Stadt leben.

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen der Wissenschaftsstadt Darmstadt weißt klar darauf hin, dass die Stadt ihren Wachstumszenit bereits überschritten hat. Trotz diesen klaren und statistisch belegbaren Zahlen, wird an dem im "Masterplan 2030+" verankerten tumorartigen Wachstum einhergehend mit der Versiegelung weiterer Grün- und Waldflächen festgehalten. Von der Grünen Stadtregierung einmal beschlossene und wahrscheinlich auch schon zugesagte Bauprojekte werden gegen besseres Wissen und allen Widerstand in der Bevölkerung, ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt.

Und das auch der neue Umweltdezernent und Kronprinz genau in diese Riege passt, hat er in seinem Vorstellungsinterview unmissverständlich klar gemacht. Die Eignung eines Dezernenten darf in Frage gestellt werden, wenn dieser Bürgerinitiativen und Interessensgemeinschaften, die sich aktiv für Klima-, Umwelt- und Naturschutz und damit die Lebensqualität in dieser Stadt einsetzen, als "Protestdauerläufer" bezeichnet. Dieser neue Stadtrat Michael Kolmer (Grüne) reiht sich damit nahtlos in die Tradition der inkompetenten, erfolglosen und letzendlich gescheiterten Grünen Verkehrs-, Bau- und Umweltdezernenten in dieser Stadt ein.


Darmstadt muss diese Grüne Stadtregierung in ihrem Wachstumswahn endlich stoppen.
Es geht schlicht weg um unsere Zukunft in unserer Stadt.

 


Finanzierung der Tunnellösung für die Südanbindung des Hbf Darmstadt an die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim

Im Interview mit OB Jochen Partsch „Wir brauchen einen langen Atem“ des DE vom 26.01.2022 erneuert der OB die aktuellen Forderungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, den bergmännisch zu erstellenden Tunnel entlang der Eschollbrücker Straße unter der BAB 5 hindurch und dann als ge-deckelten Trog (offene Bauweise die dann mit einem „Deckel“ geschlossen wird) bis zum Anschluss an die NBS im Bereich der BAB 67 weiterzuführen. Im Bereich der Siedlung Tann soll die NBS voll-ständig in einem gedeckelten Trog verlaufen.


Die Projektverantwortlichen der DB Netz AG veranschlagen die Kosten für diese übergesetzliche Forderung der Wissenschaftsstadt Darmstadt auf ca. 50 Mio. Euro. Abzüglich des damit entfallen-den Brückenbauwerkes über die BAB 5 in Höhe von ca. 5 Mio. Euro verbleiben aktuell Mehrkosten in Höhe von ca. 45 Mio. Euro.


Damit der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch und die von Grünen geführte Stadtregierung die Ernsthaftigkeit ihrer Forderungen gegenüber der DB Netz AG unter Beweis stellen kön-nen, fordert die Westwaldallianz Darmstadt OB Jochen Partsch und die Stadtregierung auf, im Haushalt der Wissenschaftsstadt Darmstadt in den Jahren 2023 bis einschließlich 2026 Rückstellungen in Höhe von jeweils 11,25 Mio. Euro für die Verlängerung des bergmännisch zu erstellenden Tunnels zu berücksichtigen. Damit wäre die Finanzierung der erweiterten Tunnellösung für die Südanbindung der Neubaustrecke in Höhe von 45 Mio. Euro abgesichert, auch wenn eine Finanzie-rungszusage des Bundestages ausbleiben würde. Die DB Netz AG könnte bereits heute die Tun-nelerweiterung in den weiteren Planungen berücksichtigen und der Oberbürgermeister könnte erstmalig unter Beweis stellen, dass ihm das Wohlergehen und die Lebensqualität der Menschen in der Heimstättensiedlung doch am Herzen liegt.


Die Darmstädter Westwaldallianz wird einen entsprechenden Antrag ausformulieren und über ihre Vertreter in die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung einbringen. Das Abstimmungsverhalten der Mitglieder der Stadtregierung lässt dann einen Rückschluss auf den Wahrheitsgehalt der Aussagen von OB Jochen Partsch zu.

 

Über das Stadium nur „sauer“ auf den Oberbürgermeister zu sein, sind die „Heimstättensiedler“ schon lange hinaus und sicher nicht nur die Aktivisten der Westwaldallianz Darmstadt. Unterstützung erfährt die Westwaldallianz auch von maßgeblichen kommunalpolitischen Kräften wie der SPD Heimstättensiedlung.

 

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Pressemitteilung WWA 01/2022 Finanzierung der Tunnellösung für die Südanbindung
Pressemitteilung_WWA_01_2022_Finanzierun
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Die Politik verstößt gegen ihre eigenen Gesetze Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nimmt zur Aufnahme der Südanbindung Darmstadts Stellung

 

Die Visualisierung der Südanbindung Darmstadts an das ICE-Netz zeigt die Unverhältnismäßig-keit dieses Eingriffes in den geplanten Bannwald Darmstadts. Beiderseits der parallel zur Eschollbrücker Straße geplanten eingleisigen Bahnstrecke wird ein waldfreier Schutzstreifen geschlagen, der die Intensität des Schieneneingriffs vervierfacht. Da-mit wird zugleich gegen das Minimierungsgebot und das Raumordnungsgesetz verstoßen, denn die sogenannte Bündelung von Trassen wird hier zur Zerschneidung von Waldgebieten und Ab-riegelung eines wichtigen Erholungs- und Klimaschutzwaldes.

Der Eingriff ist auch vom Kosten-Nutzenverhältnis unverhältnismäßig, denn die wenigen ICE-Züge auf dem Darmstadt-Bypass mit aufwendigen Schutz- und Tunnelbauten sind unwirtschaftlich und vermeidbar. Die Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs an den Hessenexpress zwischen Mannheim und dem Flughafen und das Bestandsschienennetz Frankfurt-Heidelberg sind bereits Potentiale, die diesen unnötigen und krassen Eingriff in Natur und Landschaft nachgerade verbieten.

Nach der Europäischen Umweltrichtlinie und dem daraus entstandenen Umweltverträglich-keitsprüfungsgesetz (UVPG) ist aber zwingend und vorgreiflich zu solchen Entscheidungen eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen, die in dem Entscheidungsprozess zu berücksich-tigen ist, das sog. Berücksichtigungsgebot der UVP. Weder der Bundesverkehrswegeplan, die Politik und die Bundesregierung noch die an dieses Gesetz gebundene Deutsche Bahn AG haben hier das UVPG entsprechend angewendet. Die Bahn hat sogar die Bestimmung ihrer sog. Vorzugstrasse ohne Vorliegen einer Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen. Jeder Politiker, der diese „Top-Priorisierung „ (Al-Wazir) begrüßt und das Ergebnis als ein Klimaschutzziel darstellt, vergreift sich am Schutzbedürfnis des klimatisch bereits hoch vorbelasteten Rhein-Main-Gebietes.

An das Urteil des Darmstädter Forstamtleiters Hartmut Müller zur Verkündung der Vorzugsvariante der DB sei erinnert „schlimmer geht es nicht“. Das wird die ausstehende Umweltverträglichkeitsprüfung beim Planfeststellungsverfahren noch bestätigen. Für die Darmstädter Politik wird der geplante und von ihr geforderte Bannwald bereits Dispositionsmasse, ehe er ausgewiesen worden ist.

 

Das ist grüne Politik in Hessen, so der Landesvorsitzende Bernhard Klug.

 

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Pressemeldung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald vom 26.08.2021
ICE Neubaustrecke - Südanbindung Hbf Darmstadt
PM der SDW SDW Stellungnahme ICE-NBS Da
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Leserbrief aus dem Darmstädter Echo vom 18.08.2021

 

Guter Leserbrief im DE vom 18.08.2021, verfasst von Martin Brühl von der IG Bessunger Kiesgrube.

 

Die Umsetzung dieser Punkte müsste Gegenstand von Grüner Politik sein, die sich wirklich für Klima-, Umwelt- und Naturschutz und damit für alle Menschen in dieser Stadt einsetzt. Und nicht wie in Darmstadt, wo Grüne Politik seit Jahren von Wachstumswahn, Klientelismus in der Verkehrspolitik und einer Verbots- und Bevormundungsideologie geprägt ist.

 

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Leserbrief DE vom 18.08.2021
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SPD Heimstättensiedlung fordert Bürgerversammlung


Die SPD Heimstättensiedlung fordert eine Bürgerversammlung in der Heimstättensiedlung, idealerweise als Präsenzveranstaltung vor Ort.


In der Presseerklärung heißt es u.a.
„Abgesehen davon, dass der Oberbürgermeister und Vertreter der Bahn den Menschen in der Heimstättensiedlung seit nunmehr drei Jahren eine Bürgerversammlung zum Thema ICE-Trassenverlauf schuldig sind, zeigt der Koalitionsvertrag von Grün-Schwarz-Volt deutlich, wie unausgegoren und halbherzig die neue Stadtregierung beim Thema ICE zu agieren gedenkt“

Die vollständige Presseerklärung finden Sie unter nachfolgendem Link:
http://www.spd-heimstaettensiedlung.de/website/Presse/presse.html


Wer einmal lügt dem glaubt man nicht Hr. Partsch!

 

Wie viele Darmstädter Bürgerinnen und Bürger, hat auch die Westwaldallianz kein Vertrauen mehr in die mündlichen Aussagen eines Grünen Darmstädter Oberbürgermeisters Partsch. Daher haben wir diesen mit Schreiben vom 06.03.2021 aufgefordert uns schriftlich zu bestätigen, dass die Südanbindung des Darmstädter Hauptbahnhofes entlang der Eschollbrücker Straße nach deren Inbetriebnahme niemals für den Schienengüterzugverkehr genutzt werden wird.

Mit keinem Satz ist Herr Partsch in seinem Antwortschreiben auf unsere Fragen eingegangen, eine schriftliche Zusicherung, dass die Südanbindung des Darmstädter Hauptbahnhofes entlang der Eschollbrücker Straße nach deren Inbetriebnahme niemals für den Schienengüterzugverkehr genutzt werden wird, ist er bis heute schuldig geblieben.

Beim 13. Beteiligungsforum der DB Netz AG zur Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim wurden die Zugzahlen für 2020 und die Veränderung durch die Neubaustrecke mit Verkehrslenkung für Güterzüge im Jahr 2030 vorgestellt. Es wurde also nur die denkbar positivste Belastung für die Region erläutert. Im Jahr 2020 verkehrten pro Tag 445 Güterzüge im Wirkraum der Neubaustrecke. Davon entfallen 179 Güterzüge auf die Nachtstunden von 22 bis 6 Uhr. Für das Jahr 2030 wird eine Steigerung von 445 auf 607 GZ erwartet. Dies ist eine Steigerung um insgesamt ca. 36%. Betrachtet man aber nur die Nachtscheibe, so steigen hier die Zahlen um ca. 81% von 179 auf 325 Güterzüge.

Die Steigerung erfolgt also vorwiegend nachts, da die Strecken tagsüber durch den ebenfalls steigenden Personenverkehr ausgelastet sind. Durch die nächtliche Verlagerung der Güterzüge auf die Neubaustrecke ergibt sich somit scheinbar eine Entlastung für die Rhein-Main-Bahn und eine weitere Belastung der Main-Neckar-Bah könnte vermieden werden. Da die Berechnung der Zugzahlen von 2030 aber lange vor der Verabschiedung des europäischen Klimaschutzgesetzes und der erforderlichen Verkehrswende erstellt wurden, ist die von der Bahn vorgetragene Betrachtung nur Augenwischerei. Infolge des Klimaschutzgesetzes, auch ohne die zusätzlichen Auflagen durch das Bundesverfassungsgericht, werden die Zugzahlen im Güterverkehr weiter rapide steigen. Diese zusätzlichen Güterzüge können sich nur auf die freien Bereiche der Riedbahn und der Main-Neckar-Bahn in den Nachtstunden verteilen. Bei einer gleichmäßigen Verteilung auf beide Strecken führt dies bei der Riedbahn zu einer Steigerung von 110% gegenüber dem Status quo. Bei der Main-Neckar-Bahn, die durch das dicht besiedelte Darmstadt und die südliche Bergstraße führt, steigen die Zugzahlen nachts sogar um 120%. Von der auch von Hr. Partsch angekündigten Entlasung dieser Strecken keine Spur!

Die von der Bahn gewählte Vorzugsvariante 2.b ist also nicht geeignet, die anfallenden Zugzahlen in der Region zu bewältigen und gleichzeitig die Menschen und die Natur zu schützen. Daher müsen wir davon ausgehen, dass zur Verkehrslenkung auch nachts Güterzüge über die Südanbindung entlang der Eschollbrücker Straße fahren werden. Damit wird nun auch verständlich, warum uns dieser Grüne Darmstädter Oberbürgermeister keine schriftliche Zusicherung abgeben will.

In unserem Schreiben haben wir den Grünen Oberbürgermeister auch an seine Ankündigung einer Bürgerinformationsveranstaltung in der Heimstättensiedlung erinnert. Bereits im Dezember 2018 hat er eine solche Veranstaltung angekündigt, sobald die DB Netz AG ihre Vorzugstrassenvariante präsentiert hat. Dies ist bereits am 13.11.2020 erfolgt! Einen dazu passenden Beschluss und Auftrag an den Magistrat gab es in der Stadtverordnetenversammlung am 05.03.2020. Es wäre also langsam Zeit diese Bürgerinformationsveranstaltung in der Heimstättensiedlung abzuhalten. Die Lage der Corona-Pandemie würde dies aktuell auch zulassen. Auch dazu kein Wort in seinem Antwortschreiben. Oder hat ein Grüner Oberbürgermeister Partsch Angst vor der Wut der Anwohnerinnen und Anwohner der Heimstättensiedlung und der Siedlung Tann?

 

„Mei schee alt Darmstadt – ich könnt greine, wenn ich des so seh.“, Hilde Roth

 


 

Die im 11. Beteiligungsforum Rhein-Main/Rhein-Neckar von der DB Netz AG präsentierte Vorzugstrassenvariante II.b wird nun vom Darmstädter Oberbürgermeister und den Landräten der Kreise Bergstraße, Groß-Gerau und Odenwald wieder in Frage gestellt. Von Seiten der Politik wird befürchtet, dass die von der DB Netz AG präsentierte Vorzugstrassenvariante in der geplanten zweigleisigen Variante der Diretissima Frankfurt/Mannheim und die Trassen der Main-Neckar-Bahn und Riedbahn, die notwendigen Kapazitäten für die gesetzlichen Vorgaben der Verkehrswende aus dem aktuellen Klimaschutzgesetz für den Schienengüterverkehr nicht bereitstellen können.

 

Dies belegt ein gemeinsames Schreiben des Darmstädter Oberbürgermeisters und der drei Landräte an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Herrn Minister Scheuer. Weitere detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Pressemitteilung 03/2021 der Westwaldallianz Darmstadt.

 

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Pressemitteilung 03/2021 der Westwaldallianz Darmstadt.
Pressemitteilung_WWA_03_2021_In_Frageste
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Westwaldallianz: "Die wirklichen Fakten!"


Die Darmstädter Westwaldallianz sah sich genötigt die tatsächlichen Fakten und die wirklichen Hintergründe zum ICE-Flyer von B'90/Die Grünen Darmstadt, der Mitte Dezember in Teilen der Darmstädter Heimstättensiedlung, des Haardtrings und Bessungens per Postwurfsendung den Haushalten zugestellt wurde, zu liefern. Daher hat die Westwaldallianz einen eigenen Flyer verfasst, diesen drucken lassen und verteilt diesen aktuell in der Darmstädter Heimstättensiedlung, der Siedlung Tann und Teilen Bessungens. Der "Grünen Flyer" ist voll von Behauptungen und Darstell-ungen, die einer Überprüfung der tatsächlichen Faktenlage nicht standhalten würden. Wieder einmal soll mit einem Flyer von B‘90/Die Grünen, das offensichtliche politische Versagen der Grün-Schwarzen Stadtregierung, diesmal beim Thema ICE-Anbindung, schöngeredet werden.

Die Bahntrasse entlang der Eschollbrücker Straße bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt und speziell für die Anwohnerinnen und Anwohner der Darmstädter Heimstättensiedlung:

  • Zusätzliche Lärmbelastungen durch ICE-Züge bei Tag und in der Nacht
  • Hohe Wertverluste der Gebäude und Grundstücke in der Darmstädter Heimstättensiedlung
  • Komplette Einkesselung der Heimstättensiedlung durch Eisenbahn und Autobahn
  • Die Anwohnerinnen und Anwohner des Ernst-Ludwig-Parks wohnen nicht mehr am Waldrand, sondern direkt an einer Bahntrasse
  • Verlust des Darmstädter Westwaldes als Naherholungsgebiet
  • Weiter steigende Feinstaubkonzentrationen in der Darmstädter Atemluft
  • Höhere Wärmebelastungen im Sommer durch die Zerstörung des Westwaldes als Frisch- und Kaltluftzone

Mensch und Natur wurden erneut profitorientierten wirtschaflichen Interessen und Prestigedenken untergeordnet. Die Partei B'90/Die Grünen steht in Darmstadt nicht mehr für Klima-, Natur- und Umweltschutz! Noch nie wurde soviel Wald und Grünflächen vernichtet wie unter dieser von Grünen geführten Stadtregierung.

Nachfolgend der Fakten-Flyer der Westwaldallianz zum Download:

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Fakten-Flyer der Westwaldallianz
WWA_Fakten_Flyer_zum_Gruenen_ICE_Flyer_2
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Darmstädter Gebabbel - Der Breeweldibbe zum gleichen Thema:

 

Die Brieder Grimm wärn begeisdert gewäse!


 

"Viel Schlimmer geht´s nicht!"

 

Stellungnahme des Leiters des Forstamtes Darmstadt
Herrn Hartmut Müller zum Waldverlust durch
die Vorzugstrassenvariante II.b der DB Netz AG

 

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Die Vorzugstrassenvariante II.b der ICE Neubaustrecke gefährdet das Überleben des Darmstädter Westwaldes. Stellungnahme des Leiters des Forstamtes Darmstadt, Herrn Hartmut Müller, die die Aussagen der Darmstädter Westwaldallianz vollumfänglich bestätigen und die Behauptungen von OB Partsch, der Deutschen Bahn und B`90/Die Grünen widerlegen!

Zitat Herr Müller: "Von diesem Walddreieck zwischen den Autobahnen A67 und A5 und der Eschollbrücker Straße wird nahezu nichts mehr übrigbleiben"

Warum ein "Runder Tisch Wald" in Darmstadt, wenn von den gleichen grünen Politikerinnen und Politikern die großflächige Zerstörung des Westwaldes geplant und befürwortet wird?

Die ICE-Neubaustrecke mit der Trassenvarainte II.b wird dem gesamten Darmstädter Westwald den Todesstoß versetzen!
NBS_Stellungnahme_FD_Hartmut_Müller_2011
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Auf den Punkt gebracht ...!


Unser Westwald stirbt!

 

Der Westwald ist in Auflösung begriffen, in zehn Jahren steht kein alter Baum mehr im Darmstädter Westwald. Und bei einem so dramatischen Waldzustand entscheidet sich eine DB Netz AG für eine Vorzugstrassenvariante II.b, der mit dem sechsspurigen Ausbau der BAB 67 ab Lorsch bis Darmstädter Kreuz gut 350 Hektar Wald zum Opfer fallen werden. Und eine von B'90/Die Grünen geführte Darmstädter Stadtregierung stimmt diesem Vorhaben uneingeschränkt zu!

 

Sowohl auf Kommunaler Ebene als auch auf Landesebene steht B'90/Die Grünen schon lange nicht mehr für Klima-, Natur- und Umweltschutz. Die Westwaldallianz Darmstadt fragt sich, wo die Grundwerte der Grünen auf dem Weg in die Regierungsverantwortung verloren gegangen sind? Wer heute noch, mitten im immer schneller voranschreitenden Klimawandel, Wälder für den Bau unsinniger Bahntrassen, Straßen und Autobahnen rodet, ist unwählbar!

 


 

Entscheidung der DB Netz AG am Freitag, 13.11.2020 für eine Vorzugsvariante im Gesamttrassen-entscheid im Rahmen des

11. Beteiligungsforums Rhein/Main – Rhein/Neckar

 

Super-GAU für die Darmstädter Heimstättensiedlung und die Siedlung Tann!

Erst stirbt der Wald, dann stirbt der Mensch!

 

Am Freitag, dem 13. November 2020 fand das 11. Beteiligungsforum der DB Netz AG statt. Nach vier Jahren Beteiligungsforum, wurde die bereits von der Darmstädter Bürgerschaft 2011 abgewählte Hoffmann-Tangente entlang der Eschollbrücker Straße, kurzfristig und nach nur vier wöchiger Bewertung duch die DB Netz AG und mit massiver Unterstützung des Hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir und dem Darmstädter Oberbürgermeisters Jochen Partsch, als Vorzugsvariante für die Südanbindung des Darmstädter Hauptbahnhofes an die Neubaustrecke Rhein/Main-Rhein/Neckar festgelegt.

Die Bahn traf die Entscheidung gegen das Klima, die Umwelt, die Natur und damit auch gegen den Menschen. Bei den Umweltbewertungen lag die von der Westwaldallianz präferierte Trasse weit vor der nun festgelegten Vorzugsvariante. Die von der Westwaldallianz vorgeschlagenen schallschutz-technischen Maßnahmen (z.B. Deckelung der Trassenführung ab Hbf DA, entlang des Haardtrings bis südlich der Heimstättensiedlung) wurde bei der Bewertung der Trassenvarianten durch die DB Netz AG überhaupt nicht berücksichtigt. Mit dieser Entscheidung werden Darmstadt und der Bergstraße in den Nachtstunden der Güterzugverkehr auf der Main-Neckar-Bahn auch weiterhin erhalten bleiben.

Die Fernverkehrsanbindung der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird durch die heutige Entscheidung ihrer Zukunft beraubt und bleibt mit zwei ICE-Anbindungen pro Stunde (eine in Süd- und eine in Nordrichtung) auf dem mangelhaften Niveau der letzten Jahrzehnte. Damit wird die dringend benötigte ökologische Verkehrswende für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ad acta gelegt. Die allermeisten Fernverkehrszüge im europäischen Fernverkehrsnetz werden weiterhin an Darmstadt vorbeifahren. Warum ein Darmstädter Oberbürgermeister diese Katastrophe als Erfolg für die Wissenschaftsstadt Darmstadt wertet ist für uns unbegreiflich und bleibt sein Geheimnis!

 

Trotz jahrelanger Zusicherungen eines Oberbürgermeisters Partsch und seiner Partei B’90/Die Grünen, dass es mit ihnen keine Trassenführung entlang der Eschollbrücker Straße geben wird, bezeichnet dieser OB nun genau diese Streckenführung als „sehr gute Variante“ und unterstützt uneingeschränkt die Entscheidung der DB Netz AG. Die Unglaubwürdigkeit von B'90/Die Grünen setzt sich in Darmstadt nahtlos fort!

Mit dieser Entscheidung der Deutschen Bahn und Tolerierung durch Oberbürgermeister Jochen Partsch, B‘90/Die Grünen und die CDU werden alle Darmstädter wieder um ein Stück Ihrer Lebensqualität beraubt. Am stärksten davon betroffen sind wieder einmal die Anwohnerinnen und Anwohner der Darmstädter Heimstättensiedlung und der Siedlung Tann.

Nur ein Politikwechsel nach der Kommunalwahl 2021 kann an diesen katastrophalen ökologischen Fehlentscheidungen und dem verkehrspolitischen Chaos in Darmstadt noch etwas ändern. Der Versuch einer Trassenvariante entlang der Eschollbrücker Straße hat schon einmal einem Darmstädter Oberbürgermeister das Amt und seiner Partei den Wählerauftrag gekostet. In diesem Fall darf sich die Geschichte gerne wiederholen.


Wir kämpfen gemeinsam weiter – Eure Westwaldallianz Darmstadt

 


 

B'90/Die Grünen sind nicht mehr glaubwürdig!

 

Statt sich für den Schutz von Natur, Umwelt und Klima einzusetzen, orientiert sich die Politik von B'90/Die Grünen an profitorientiertem Wirtschaftswachstum. Von einer ökologischen Verkehrswende sprechen, aber im Dannenröder Wald 85 Hektar eines z.T. über 300 Jahre alten Bestandswaldes für den Weiterbau einer absolut überflüssigen Autobahn A49 abholzen lassen. Und für die geplante Neubaustrecke Rhein/Main-Rhein/Neckar der Deutschen Bahn kommt es noch viel schlimmer:

Für die von Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und dem Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch festgelegte Vorzugsvariante II entlang der BAB 67 müssen ca. 300 Hektar Wald gerodet werden  (im Fall einer Südausschleifung durch den Darmstädter Westwald sogar mind. 350 Hektar). Für die von der Westwaldallianz und deren Unterstützern ausgearbeiteten Trassenvariante "V.4." beträfen die Waldrodungen weniger als 200 ha (nachprüfbare Angaben aus dem Raumordnungs-verfahren 2004, Seite 116ff).

 

Immer noch schlimm genug, aber fast die Hälfte der geplanten Waldrodungen könnten zu Gunsten von Natur-, Umwelt- und Klimaschutz vermieden werden.

 

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B'90/Die Grünen sind nicht glaubwürdig - Interview mit Carola Rackete und Stellungnahme der Darmstädter Westwaldallianz
20201014_Die_Gruenen_sind_nicht_glaubwue
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Dramatische Grundwasserabsenkung im Westwald

 

Der nachfolgende Film über die dramatische Grundwasserabsenkung im Westwald zeigt, dass das Sterben des Westwaldes ursächlich mit der übermäßigen und profitorientierten Grundwasserentnahme
zu tun hat. Offensichtlich werden dabei die jahrelangen Versäumnisse der verantwortlichen Aufsichts-behörden, dem Regierungspräsidium Darmstadt und der grün-schwarzen Darmstädter Stadtregierung.

 

Weiterführende Informationen finden Sie auch in der Präsentation und in der Infodatei die wir nachfolgend zum Download (ca. 95 MB) anbieten.


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Dramatische Grundwasserabsenkung im Westwald
Präsentation über die dramatische Grundwasserabsenkung im Darmstädter Westwald
Waldschäden_durch_Grundwasserabsenkung_W
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Vergleich und Bewertung der Streckenführungen in den Varianten II und V
Detaillierter Vergleich und Bewertung der Streckenvarianten II (Prestigeprojekt OB Partsch, maximale Umweltzerstörung, wenige zusätzliche ICE-Züge am Hbf DA) und der von der Westwaldallianz geforderten Variante V (Strekenführung über den Hbf DA, vollständiger Erhalt des Westwaldes und zusätzlicher Lärmschutz Haardtring)
Info_Bewertung_DB_NBS_Trassenführungen_d
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Darstellung der Flächeneingriffe in die Natur
Grafische Darstellung der notwendigen Eingriffe in die Natur bei der Variante II (Prestigeprojekt OB Partsch) und der Variante V (Vorzugsvariante der Westwaldallianz). Für die Umsetzung des Prestigeprojektes OB Partsch/Grüne müsste eine Fläche die größer ist als die Heimstättensiedlung abgeholzt werden!
Waldverbrauch_Trasse_II_V_Bezug_Heimstät
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20.05.2019 Radio Radar: Oekotopia - Waldbewirtschaftung

Der Mitschnitt findet sich unter Aktuelles/Mediathek+Presse

 

 

07.05.2019 Tandem-X des DLR: Erste einheitliche Waldkarte der Erde
Link zu Heise.de

01.05.2019: Stand der Westwald Allianz

heute auf dem Marktplatz hat die WWA einen Stand von 10 bis 14.oo Uhr.

Veranstalter ist DGB, die haben dort ihre Kundgebung zum Tag der Arbeit.

 

Wir brauchen naturnahe Wälder

Lutz Fähser ist Leitender Forstdirektor im Ruhestand.
Lutz Fähser ist Leitender Forstdirektor im Ruhestand.

Forstexperte Lutz Fähser über den nötigen Umbau der Forste.

Interview mit Lutz Fähser in der Frankfurter Rundschau stellt einiges klar und räumt mit Fehleinschätzungen mancher Forstbetriebe auf. 

 

Herr Fähser, der Bund Deutscher Forstleute sagt: In unseren Wäldern sieht es heute schlimmer aus als zu Zeiten des Waldsterbens in den 1980er Jahren. Ist es tatsächlich so dramatisch? 

Aussehen und Ursachen sind heute anders als damals (...)

 

Parkhaus über der B26 östlich des Ostbahnhofs

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Stellungnahme der SDW zur Garagenplanung über der B 26 im Ostwald (Darmstadt, 25.03.2019)
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dem Artikel des Herrn Architekten Udo Nieper hat sich der Vorstand der SDW DA DI beschäftigt und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass dieser Planung unbedingt zu widersprechen ist. (...)
Entgegnung Nieper Garage.pdf
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Neu:

Blitzlicht bei Radio Radar unter Aktuelles/Mediathek&Pressebereich

 

 

FAQ zur Bewohnerversammlung

Für die Versammlung am 21.09.2018 19:00 Uhr würden wir gerne Ihre Fragen im Vorfeld sammeln, um sie auf der Versammlung beantworten zu können.

Ihre Fragen schreiben Sie bitte per E-Mail an info@westwald.de

 

 

Berichterstattung des Echo

Aus dem Darmstädter Echo vom 10.09.2017 (zum Vergrößern anclicken)

Stellungnahme der Westwaldallianz

"Der Text ist so nicht richtig. Wir werden dazu eine Gegendarstellung veröffentlichen!"

 

 

Westwaldallianz auf dem Darmstädter Umwelt- & Informationstag

Am 08.09.2018 konnten sich interessierte Bürger auf dem Luisenplatz über geplante Streckenführungen der Bahn und den Zustand des Westwaldes informieren.

 

 

T-Shirts

Es können T-Shirts vorbestellt werden. Der Preis liegt, abhängig von der Gesamtbestellmenge, zwischen 6€ und 9€.

 

Kontakt:

Dieter Pleyer

Mobil: 0171-4872696

oder E-Mail

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flashmob Baumbewässerung

After Work Flashmob, veranstaltet von Greenpeace Darmstadt:

Komme mit 1,5 Liter Wasser (oder mehr) am Mittwoch 12.09.2018 um 18:00 Uhr

zum Flashmob Baumbewässerung

Wann: Mittwoch 12.09.2018 um 18:00 Uhr

Wo: Prinz-Emils-Garten, Pavillon am Teich) und gieße mit uns gemeinsam die durstigen Bäume.

 

 

Greenpeace zur Bewirtschaftung des Waldes

Beitrag von Martin Bösel, Greenpeace zu den Aufforstungen, fast immer Monokulturen, anstelle eigenständiger Verjüngung

 

„Hausgemachte Wald-Verwüstung“

(06.09.2018)

Hitzeschäden: Greenpeace kritisiert Konzept des Lampertheimer Forstamtes

An den Bäumen im Viernheimer-Lampertheimer Wald sind deutliche Hitzeschäden zu erkennen. Foto: Greenpeace

 

LAMPERTHEIM - (red). Angesichts des Extremwetters der vergangenen Wochen mit Hitze und Trockenheit und den Schädigungen der vom Forstamt gesetzten Jungpflanzen weist Greenpeace Mannheim-Heidelberg auf die nicht angepasste Forstbewirtschaftung hin, die die finanziellen Schäden an den Pflanzungen wesentlich mit verursacht habe. Die Organisation widerspricht auch entschieden den Aussagen des Forstamtsleiters, die Rot-Buche wäre für trockene Standorte wie den Viernheimer-Lampertheimer Wald ungeeignet. Anstelle eines sogenannten „Wald-Umbaus“ mit großflächiger Schädigung der noch vorhandenen Waldstrukturen durch Einschlag der alten Bäume und massiver Bodenverdichtung fordert Greenpeace ein Konzept, das die Bewahrung des Ökosystems und die Naherholung in den Vordergrund stellt.

 

Käfertal als positives Beispiel

„Wovor wir die ganze Zeit gewarnt haben, ist jetzt eingetreten“, sagt Martin Bösel, Wald-Ansprechpartner bei Greenpeace Mannheim-Heidelberg. „Die auf den kahl geschlagenen Flächen gesetzten Bäume haben ohne den Schutz der alten Bäume die Hitze und die Trockenheit nicht überstanden und das Forstamt hat buchstäblich Millionen in den hessischen Sand gesetzt“. Greenpeace hatte in der Vergangenheit immer wieder gefordert, anstelle eines „Wald-Umbaus“ den noch vorhandenen Wald möglichst lange zu erhalten und nur auf den vorhandenen Lichtungen gezielt nach zu pflanzen. Nach Meinung der Organisation ist die einseitige Fokussierung des Forstamtes auf Lichtbaumarten, die eine volle Besonnung in der Jugendphase benötigen, ebenfalls nicht zielführend. „Gerade bei klimatisch so extremen Standorten wie dem Viernheimer-Lampertheimer Wald spielt das Wald-Mikroklima eine entscheidende Rolle und es sollte vermieden werden, große, offene Flächen zu schaffen. Doch genau das tut das Forstamt, um die wirtschaftlich interessante Eiche ohne Rücksicht auf Verluste zu fördern“, ärgert sich Bösel. Dabei ist auch die schattentolerante Rot-Buche für diesen Standort geeignet, wie vitale Buchenbestände auf Sanddünen im Gebiet zeigen. „Wichtig wäre, Saatgut von lokalen Bäumen zu verwenden, die sich an die Bedingungen angepasst haben, statt zu versuchen, mit Bäumen von der Baumschul-Stange einen neuen Wald zu begründen“, fordert er.

 

„Anstatt den Viernheimer-Lampertheimer Wald möglichst lange für die dort vorkommenden, teils geschützten und seltenen Arten zu erhalten, versucht das Forstamt auf Biegen und Brechen einen möglichst hohen Holzertrag zu erzielen“, sagt Bösel. Dass es auch anders geht, zeige das Forstamt in Käfertal auf baden-württembergischer Seite der Landesgrenze. Dort wurde die Holznutzung im Wald komplett eingestellt, um die noch vorhandenen Wald-Strukturen so lange wie möglich zu erhalten.

 

 

Schreiben der "BI pro Walderhalt" an Ministerin Hinz

 

BI pro Walderhalt Darmstadt-Dieburg www.pro-walderhalt.de

Frau Ministerin

Priska Hinz

 

Trockener Sommer 2018 " Waldbesitzer wollen Geld vom Land"
Sehr geehrte Frau Ministerin Hinz,
Den Grund für diese Thematik sehen wir als BI in der falschen Bewirtschaftung unserer Wälder. Wir beobachten immer wieder anstelle der Naturverjüngung

Nachpflanzungen auf zuvor von Hessen Forst durchgeführten Kahlschlägen und Rodungen. Die Menge der Kahlschläge nimmt von Jahr zu Jahr zu. Es wird nachgepflanzt mit überwiegend Monokulturen, häufig Douglasien.

Es ist mittlerweile längst erwiesen, dass eigenständige Verjüngung viel gesündere, stabilere Wälder hervorbringt. Nachpflanzungen gehen oft ein, oder gedeihen nicht gut, da sie an falschen Standorten stehen.

Ganz abgesehen davon, dass z.B. die Forsteinrichtungen eigenständige Verjüngung in den meisten Fällen vorgeben, so z.B. in Mühltal, in Darmstadt, etc .. Die Kommunen müssen jährlich viel Geld für die Pflanzen und die dazugehörige Arbeit ausgeben.

Ein Großteil der derzeitigen Probleme liegt an den Anpflanzungen anstelle der eigenständigen Verjüngung. Wenn jetzt keine Lehren aus den Problemen gezogen werden und entsprechend gegengesteuert wird, werden bei weiteren heißen Sommern die Schäden in die Milliarden gehen.

Vertrocknete Waldkulturen sind durch die falsche Bewirtschaftung unserer Wälder hausgemacht.

 

Mit freundlichen Grüßen
Für die BI pro Walderhalt DA-DI Karin Mühlenbock

Waldstr.9, 64367 Mühltal 


Wo finde ich die neuen Banner und Vordrucke?

Gleich hier auf der Seite Downloads

 

Wassermangel zerstört Darmstädter Westwald (28.08.2018) fr-online

http://www.fr.de/rhein-main/alle-gemeinden/darmstadt/darmstadt-wassermangel-zerstoert-darmstaedter-westwald-a-1571380

 

Wasserverband hessisches Ried:  (30.08.2018) hr-online - audiobeitrag - 

https://www.hr-inforadio.de/podcast/der-tag-in-hessen/der-tag-in-hessen-30082018,podcast-episode-32872.html

ab Minute 2.30 geht es über den Westwald und ab Minute 2.55 Minute lässt sich Herr Schellenberg (Vorstandsvorsitzender Wasserverband und Stadtkämmerer) über die angeblich nicht durchführbare Grundwasser(wieder)aufspiegelung aus.

 


News:


Flyer: Keine Neubaustrecke durch geplanten Bannwald!

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So wie die Deutsche Bahn ihre Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim plant, bedeutet sie maximale Umweltzerstörung. für den Westwald enorme Schneisen geschlagen. Dadurch kann das geplante Bann- und Schutzwaldsystem westlich von Darmstadt zusammenbrechen.
Die Westwaldallianz fordert alle maßgeblichen Akteure und Beteiligten auf: Berücksichtigen Sie die Ergebnisse der vorhandenen hessischen Raumplanung. Im genehmigten Regionalplan Südhessen 2010 sind Trassenvarianten durch den bestehenden Main-Neckar Korridor enthalten. Im Dialogforum sind diese unter Umwelt- und Betriebskriterien objektiv zu prüfen und gerecht abzuwägen. Zum Schutz von Mensch, Wald, Trinkwasser, Tierwelt und Landschaft darf es keine zusätzlichen Trassen geben!

Der angehängte Flyer beinhaltet diese gemeinsame Position aller der Westwaldallianz angeschlossenen Vereinigungen und Engagierten und kann heruntergeladen werden.
Keine_NBS_durch_Bannwald.pdf
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Warum ist der Westwald so wichtig?

Der Darmstädter Westwald ist Teil des hessischen Riedwaldes und liegt zwischen den Autobahnen und dem Siedlungsrand unserer Stadt und macht 57 Prozent am Stadtwald aus. Laut Flächenschutzkarte hat der Westwald vielfache Schutzfunktionen und somit eine herausragende Bedeutung für den Wasser-, Boden-, Lärm-, Luft- und Klimaschutz der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

 

Er schützt diese vor Sandverwehungen aus dem Ried und hält den Dünensandboden fest, auf dem er gewachsen ist.

 

Im -> Landschaftsplan ist der Westwald mit mittlerem bis hohen Biotopwert, sowie funktional vorrangig als Immissionsschutzwald (Luftschadstoffe, Lärm, etc.) bewertet und dient dem Mikroklima unserer Stadt. 

 

Als Schutzwaldgürtel zwischen den Autobahnen und dem Siedlungsrand der Stadt mindert er den Lärm und Dreck von BAB5, AK672 und A67, bindet CO2, filtert Stickoxide und ist größter, jederzeit wirksame "Feinstaub- und Schmutzfilter" der Stadt und übernimmt eine unverzichtbare Aufgabe im bestehenden Flur-Windsystem.

 

Der Westwald ist dort als Vorrangfläche für den Grundwasserschutz ausgewiesen und bietet unersetzlichen Schutz für den Grundwasserschatz, unser aller Trinkwasser!!! Für die Wasserwerke von Darmstadt und Pfungstadt ist er Wassergewinnungszone ohne landwirtschaftliche Dünger- und Gülleeinträge.

 

Für uns Menschen ist er Erholungsgebiet und schenkt uns frische Luft für eine bessere Gesundheit.

 

Der Wald hat die vielfältigen Belastungen für einige Jahrzehnte verkraftet und bewältigt, aber eben nicht auf Dauer. Er ist bereits heute erheblich vorgeschädigt und befindet sich zu einem großen Teil in Auflösung (Waldsanierungsgebiet).

 

Erschöpft muss diese grüne Lunge vor unserer Stadt endlich in ihrer gesamten derzeitigen Flächensubstanz geschützt werden: weitere Zerschneidungen und Bauvorhaben müssen zum Erhalt des Westwaldes unbedingt vermieden werden. 

 

Im ->  rechtsgültigen Regionalplan Südhessen ist festgehalten:

G10.2-5

  • Waldzerschneidungen insbesondere durch linienförmige Eingriffe und Verinselungen sollen vermieden werden. Dies gilt v. a. für Waldgebiete, die bereits in der Vergangenheit durch zahlreiche Zerschneidungslinien erheblich geschädigt sind:
  • in den Städten Frankfurt am Main, Offenbach, Darmstadt (insbes. Westwald)

Westwaldallianz übergibt Sammlung von 2.190 Unterschriften an den Regierungspräsidenten Darmstadt

(November 2012)

Quelle:(© hr | hessenschau, 30.11.2012)
Quelle:(© hr | hessenschau, 30.11.2012)

Quelle:(© hr | hessenschau, 30.11.2012) (ab 21:34 min)
Mit ihrer Unterschrift fordern 2190 Bürger und Anwohner den Regierungspräsidenten Herrn Baron auf, den Darmstädter Westwald endlich zum Bannwald zu erklären!
Diese höchste Schutzkategorie zum Erhalt des verbliebenen Schutzwaldgürtels zwischen den Autobahnen und der Stadt, ist auch ein Bekenntnis den Wald vor seiner weiteren Zerschneidung und Zerstörung bewahren zu wollen.

hier geht's zum Video

 


Politische Willensbekundung der Stadtverordneten-versammlung zum Schutz des Westwaldes

 

Und tatsächlich mit ->  Beschluss vom 28.05.2013Der Magistrat stimmt der Ausweisung des Waldgürtels westlich von Darmstadt als Bannwald gemäß § 22 Hessisches Forstgesetz in der vorgeschlagenen Abgrenzung zu und beauftragt das Grünflächenamt einen entsprechenden Antrag(*) auf Ausweisung beim Regierungspräsidium Darmstadt – Obere Forstbehörde zu stellen.

 

 

hier klicken!

Antrag auf Bannwaldausweisung - Die roten Linien begrenzen die "beantragte" Fläche.

Stand nach Abstimmungsgesprächen mit Dezernat III vom 17.09.2012 und 19.11.2012Quelle: -> Vorlage 2013/0107 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 28.05.2013

 

Auszug aus der Beschlussvorlage:

"Die Begründung des Antrages liegt in der besonderen Schutzwürdigkeit des Waldes in dem o. g. Bereich, der in seiner Gesamtheit laut Forsteinrichtung 2003 insgesamt acht Waldfunktionen mit unterschiedlichem Überlagerungsgrad wahrnimmt: Bodenschutz, Klimaschutz, Landschaftsschutzgebiet, Lärmschutz, Erholungswald, Wasserschutz, Immissionsschutz und Sichtschutz. Die als Bannwald vorgeschlagenen Waldbereiche sind gefährdet aufgrund ihrer Lage im Verdichtungsraum Rhein-Main, der hohen Verkehrs- und Straßendichte, der Grundwasserentnahmen und wegen weiterer Umweltkalamitäten wie z.B. dem Maikäfer. Diese Waldbereiche sind in ihrer Ausdehnung und Leistungskraft unbedingt zu erhalten, zu schützen und zu fördern, da dieser Wald für das Gemeinwohl besonders im Rahmen der Erholung unersetzlich ist und die Allgemeinheit vor erheblichen Nachteilen durch Lärm und Emissionen schützt. Grundsätzlich sollte mit dem Westwald in Zukunft sensibler umgegangen werden und weitere Eingriffe sollten auf ein Minimum reduziert werden. Weitere Waldrodungen, welche auch Auswirkungen über den eigentlichen Rodungsbereich hinaus hätten, sind deshalb unbedingt zu vermeiden. Aus diesem Grund wurde das Grünflächenamt beauftragt, einen erneuten aktualisierten Antrag auf Ausweisung des Waldgürtels westlich von Darmstadt als Bannwald gemäß § 22 Hessisches Forstgesetz beim Regierungspräsidium Darmstadt - Obere Forstbehörde zu stellen."

 

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Der Plan zum geplanten Bannwald verschweigt die „Waldnase“, die bis an den Pupinweg reicht

(Quelle: Google Earth).

Realer Wald, den Stadtverordnete schon 1977 zum Tode verplant haben.

 

Im Bannwaldantrag fehlt zumeist die Ausweisung seines ihn umgebenden Waldmantels oder ist nicht vorgesehen (für z. B. Freihaltungen für Bahntrassen, neue Straße durch den Wald, etc.). Dieser schützt jedoch das innere Ökosystem vor den äußeren klimatischen Bedingungen (Sonne, Wind, etc.). Der Waldrand verhindert die weitere Aushagerung des Waldesinneren und dient so der Aufrechterhaltung seines kühleren und feuchteren Binnenklimas. Zudem ist er aufgrund seiner besonderen vielfältigen Struktur Lebensraum für die größte Artenvielfalt im Wald. Daher muss das Ökosystem Wald in seiner Gesamtheit zum Bannwald erklärt und geschützt werden. 

 

Auch in der Stadtverordnetenversammlung war der Schutz seiner verbliebenen Flächensubstanz Teil der Diskussion. Die Piraten beantragten:

 

 „Die Bannwaldgrenzen sind dahingehend zu ändern, dass der komplette Westwald von der

Siedlungsgrenze Darmstadt bis direkt zur Bundesautobahn A5 vollständig ausgewiesen

wird“.

 

Doch wurde dieser Antrag  gegen die Stimmen der Fraktionen UFFBASSE, UWIGA, Die Linke, PIRATEN und einer weiteren Stadtverordneten, bei Stimmenthaltung der SPD-Fraktion, abgelehnt.

In der Folge wurde der eigentlichen ->  Vorlage 2013/0107 gegen die Stimmen der Fraktion UWIGA, bei Stimmenthaltung der Fraktionen SPD, UFFBASSE, Die Linke, FDP, PIRATEN und der Stimme einer weiteren Stadtverordneten zugestimmt.

 

Das Darmstädter Echo fasst die Diskussion der Stadtverordnetenversammlung wie folgt zusammen und titelt am 29.05.2013 :

-> Neuer Vorstoß zum Schutz des Westwalds

 

Und seitdem ...

 

Doch was ist seit dem Beschluss in 2013? Nichts geschieht, wie schon Jahre zuvor! 

Und als wäre der Beschluss nie gefasst, will man weiter an die verbliebene Flächensubstanz des Westwaldes: Spurerweiterungen für die Autobahn, der mögliche Bau von -> Bahntrassen und Bypass entlang östlich der Autobahn A5, im Norden und ->  südwestlich der Konversionsflächen West. Sogar Teil einer Machbarkeitsstudie für den Bau eines Fußballstadions! Und noch immer soll ihn eine neue Straße - nunmehr als Autobahnzubringer benannt - für überwiegend Liefer- und Schwerlastverkehr zur Anbindung der Konversionsflächen West durchschneiden. Eine gewaltige Zerschneidung und Zerstörung potentieller Bannwaldflächen ist zu befürchten! 

 

Ein Gutachten von Hessenforst aus dem Jahre 2007 (es ist auch den Stadtverordneten bekannt) zeigt die möglichen ökologischen Konsequenzen für den maximalen Eingriff im Westwald auf!

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Kurzgutachten zu Expositionsbedingten Randschäden im Rhein-Main-Gebiet
Dokument:
Kurzgutachten Randschaeden im Rhein-Main
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Und Fragen der Bürger an die zuständigen Gremien finden sich -> hier

(*)Bannwaldausweisung:

Bannwaldausweisungen werden durch die "Obere Forstbehörde" des RP vorgenommen. Daher kann Bannwald auch nicht beantragt werden, sondern wird von der Oberen Forstbehörde dazu erklärt!


Gemeinsame Erklärung aller in Hessen anerkannten Natur- und Umweltschutzverbände

(Oktober 2014) Die Vertreter aller acht in Hessen anerkannten Natur- und Umweltschutzverbände nach Bundesnaturschutzgesetz und Greenpeace Darmstadt wenden sich gegen den Bau der Straße durch den Westwald. - Eifelring bis Hilpertstraße -

 

Wie in einer -> Bürgerinformationsversammlung vom 01. Oktober 2014 dargestellt wurde, soll noch immer über die neue Straße durch den Westwald das auf den Konversionsflächen Kelley Barracks und Nathan Hale Depot geplante Gewerbegebiet angebunden werden.

 

-> zum aktuellen Status der Umgehungsstraße durch den Westwald

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Presseerklärung
201410_Naturschutzverbaende-an-Magistrat
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Flyer 2015 - Warum wollen wir den Westwald schützen?

Flyer 2012 - Warum wollen wir den Westwald schützen?

Logo Westwaldallianz

Der Flyer erklärt, warum der Westwald so wichtig für das Stadtklima ist und was getan werden kann um ihn zu erhalten.

-> ansehen & herunterladen

 

 

Sie wissen über die Probleme des Westwaldes Bescheid und haben schon lange nach einem Weg gesucht, um sich für den Westwald einzusetzen? Dann klicken Sie auf -> „Mitmachen“, wo wir Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten aufzeigen, aktiv zu werden. Sie wollen sich erst informieren? Dann surfen Sie auf unserer Website – wir haben die wichtigsten Informationen knapp und übersichtlich für Sie zusammengestellt. Gerne können Sie uns auch persönlich ansprechen – unter -> „Termine“ sind Veranstaltungen und Aktionen eingestellt.

 

Helfen Sie mit, den Westwald zu retten – es ist noch nicht zu spät!

 

Herzlichst

Ihre Westwaldallianz